Produktneuheit 01. August 2024

Schäumen großformatiger Teile im Spitzgussververfahren – Nachhaltig, wirtschaftlich, effizient

Der Einsatz von chemischen Treibmitteln kann für Produzenten von großformatigen Kunststoffteilen sehr interessant sein, da sie dadurch ohne große Investitionen von einigen Vorteilen profitieren können. Und dies sind nicht nur die auf der Hand liegenden Vorteile des geringeren Bauteilgewichts und der damit einhergehenden Materialersparnis.
Interessant dürften auch die nicht so offensichtlichen Vorteile Energieeinsparung, Zykluszeitreduktion und Verbesserung der Mechanik sein So wird zum Beispiel das Produkt nachhaltiger, da für die Produktion des Artikels weniger Energie eingesetzt werden muss.

Die Zykluszeit kann durch den Einsatz von chemischen Treibmitteln signifikant reduziert werden. Die Einspritzzeit kann verkürzt werden, da die Schmelze durch das im Polymer gelöste Gas besser fließt. Des Weiteren kann die Kühlzeit deutlich reduziert werden, da durch die Schaumstruktur weniger Masse und damit Wärmeenergie gekühlt werden muss.

Weitere positive Effekte sind, dass sich durch die Compositstruktur des Bauteils die Biegesteifigkeit erhöht. Ferner wird im Fall von Beschädigungen des Bauteils die Rissausbreitung durch die Schaumstruktur gebremst sowie die Splitterneigung verringert. Die Neigung zu Verzug wird durch den Einsatz von chemischem Treibmittel deutlich verringert. Einfallstellen werden durch den internen Gasdruck aus der Polymerschmelze heraus signifikant verringert bzw. eliminiert.

Zusammenfassend kann man sagen, dass das Schäumen von großformatigen Bauteilen die folgenden Vorteile bringt:
• reduzierter Materialbedarf=nachhaltiger
• erhebliche Vorteile im Verarbeitungsprozess
• Vorteile in den Produkteigenschaften
• Wirtschaftlichkeit.

Um die angestrebten Ergebnisse zu erzielen, reicht es aus, das Treibmittel dem Kunststoffgranulat in geringen Mengen (i. d. R. 0,5 – 3%) hinzuzufügen. Das chemische Treibmittel kann einfach mit dem Kunststoffgranulat vorgemischt oder – noch besser – über ein separates Dosiergerät dazu gegeben werden.