Produktneuheit 01. September 2026

Zweikomponenten-Spritzguss: Reaktionsgefäß mit 384 Töpfchen für den Laboreinsatz

Die RKT Rodinger Kunststoff-Technik GmbH hat für ein Biotechnologieunternehmen ein Reaktionsgefäß mit 384 Töpfchen für den Laboreinsatz umgesetzt. Kern des Projekts war ein Zweikomponenten-Spritzgusswerkzeug, das in eine vollautomatisierte Fertigungszelle eingebunden wurde. Die Zykluszeit ließ sich durch den vollautomatisierten Prozess um rund 20 Prozent senken.

Die Baugruppe verlangte die Verarbeitung von zwei Kunststoffkomponenten in einem Werkzeug. Zusätzlich musste in jede der 384 Töpfchen ein Metallpin eingelegt und anschließend umspritzt werden. Die Funktion des Reaktionsgefäßes erforderte eine exakte Positionierung jedes einzelnen Pins.

Umsetzung in zwei Stationen

Für eine wirtschaftliche Produktion entwickelte RKT ein 2K-Werkzeug, das innerhalb einer vollautomatisierten Fertigungszelle betrieben wird. Auch das Einlegen der Metallpins erfolgt automatisiert.
An Station 1 werden die Metallpins eingelegt, ausgerichtet und mit einem transparenten Kunststoff umspritzt. An Station 2 folgt das Umspritzen der Pins mit einem leitfähigen Kunststoff. Bei diesem Schritt mussten Schwindung, Abdichtung, Temperaturmanagement und Einspritzdruck beachtet werden.

Montage und Verpackung in der Zelle

Die weiteren Arbeitsschritte finden ebenfalls automatisiert innerhalb der Fertigungszelle statt: Assemblierung der Baugruppe, Ultraschallverschweißung sowie die Verpackung mit Tyvek-Folie. Durch die Integration von Spritzguss, Montage und Verpackung in einem durchgängigen Ablauf entfallen Zwischentransporte und manuelle Handhabungsschritte. Die Zykluszeit reduzierte sich um etwa 20 Prozent.