Produktneuheit 02. Oktober 2026

NextGen Medical: Fertigungszelle optimiert mit KI-Tools

ARBURG präsentiert das erweiterte Projekt „NextGen Medical Solution“. Um einen Benchmark in der Medizintechnik zu schaffen, haben ARBURG (Maschine), Hack Formenbau (Werkzeugtechnik), HB-Therm (Temperiergeräte) und ein namhafter Biopharma-OEM die Optimierungspotenziale ganzheitlich betrachtet und voll ausgeschöpft. In der Turnkey-Anlage rund um einen elektrischen ALLROUNDER 570 A sind Maschine, Werkzeug, Automation und Peripherie digital vernetzt. Neu ist das in die GESTICA Steuerung integrierte KI-Tool „Hopper“ von Plus10, das Parameter und Produktqualität selbstlernend optimiert.

Am Beispiel von Kappen für Injektoren-Pens wird gezeigt, welche enormen Vorteile die Fertigungszelle bietet. Der Fokus liegt auf „Parametric Release“, also die Freigabe für die Medizin- und Pharmaindustrie. Das Herzstück des Exponats ist ein 8-fach-Werkzeug von Hack, mit dem Kappen für Injektoren-Pens gefertigt werden. Ein hängend montierter Sechs-Achs-Roboter entnimmt die Spritzteile und legt sie nach Kavitäten separiert ab.

Ein großer Benefit ist der gemeinsame Datensatz in der GESTICA, in dem auch Daten von Werkzeug, Temperiergeräten und Robot-System zusammengeführt sind. Die Fertigungszelle ist dadurch einfacher zu steuern, schneller produktionsbereit und fertigt weniger Ausschuss. Alle Daten werden zentral protokolliert –auch im digital vernetzten Kundenportal arburgXworld und dem ARBURG eigenen MES (ALS).

Hinzu kommt neu der in die GESTICA integrierte „Hopper“ von Plus10. Dieses Software-Tool nutzt Künstliche Intelligenz (KI), um Maschinen- und Prozessdaten live zu analysieren, selbstständig abweichende Muster zu erkennen, Zusammenhänge zwischen Prozessparametern und Qualität zu lernen und Vorhersagen zur Teilequalität zu treffen. Bei relevanten Abweichungen schlägt der „Hopper“ optimierte Prozessparameter vor, die direkt übernommen werden können. Das reduziert aufwändige Qualitätsprüfungen.