Round-Table-Diskussion „Die Stärken stärken – Wie festigt die europäische Kunststoffindustrie ihre Resilienz?“

Die kunststoffverarbeitende Industrie zählt in Deutschland sowie europaweit zu den bedeutendsten Wirtschaftszweigen. Die oft mittelständisch geprägten Unternehmen fertigen eine riesige Palette von Produkten für jegliche Branchen und Lebensbereiche. Doch es herrscht Krisenstimmung ob einer gesunkenen Produktion, hoher Energiekosten, gestörter Lieferketten, geopolitischer Krisen und einer beträchtlichen Abgabenlast. Der Druck, sich zur Kreislaufwirtschaft zu entwickeln ist enorm, doch die Transformation ist ins Stocken geraten.
Eine hochkarätig besetzte Expertenrunde will im Rahmen des „Round Table zur Fakuma“ diskutieren, welche Wege für die kunststoffverarbeitenden Unternehmen in eine wirtschaftlich erfolgreiche Zukunft führen können – stabilere Kostenstrukturen, weniger Abhängigkeit von volatilen Rohölmärkten und ein konsequenter Umstieg auf Kreislaufwirtschaft zählen zu den Lösungen. Ökonomische Randbedingungen, ökologische Notwendigkeiten und soziale Herausforderungen sind miteinander in Einklang zu bringen. Die moderierte Diskussionsrunde spricht über konkrete Maßnahmen in Entwicklung, Produktion und Administration. Seien Sie herzlich dazu eingeladen, diesem spannenden Gespräch zu folgen!
Die Veranstaltung findet am
13. Oktober 2026, 16.00 Uhr im Konferenz-Zentrum Ost, Raum Berlin statt.
Dauer ca. 1 Std. mit anschließendem Get-together.
Moderation:

Dipl.-Ing. Markus Lüling, Geschäftsführer Kunststoff-Profi Verlag und Chefredakteur der Fachmagazine K-PROFI und K-AKTUELL
Die hochkarätigen Gäste der Diskussionsrunde sind:

Dr. Johannes Kilian, Vice President Process and Application Technology, ENGEL AUSTRIA
Sein Teaser:
Was reizt Sie am Podium mit Kunststoffverarbeitern, Recyclingtechnikern und Maschinenbauern?
Wenn man Neues machen will, braucht man dafür Verlässlichkeit und Vertrauen und muss hierfür Kooperationspartner finden. Dafür ist die Fakuma eine ideale Plattform.
Welche Voraussetzungen fehlen für einen echten Durchbruch der Kreislaufwirtschaft? Kann die Digitalisierung retten, was im Analogen nicht funktioniert?
Die Digitalisierung macht eine echte Kreislaufwirtschaft überhaupt erst möglich, denn durch sie kann der Abfallbegriff abgeschafft werden, da so sowohl die Zusammensetzung als auch der Verbleib von Materialien jederzeit nachvollziehbar sind. Daher ist es nur eine Frage der Zeit, wann sich die Kreislaufwirtschaft durchsetzen wird.

Josef Hochreiter, Geschäftsführer, Next Generation Holding
Sein Teaser:
Was reizt Sie am Podium mit Kreislaufwissenschaftlern, Kunststoffverarbeitern und Maschinenbauern?
Es gibt zu viele Insellösungen. Die Schnittstellenprobleme sind daher häufig problematischer als die Bearbeitung der eigentlichen Aufgabe. Das verkompliziert die praktische Umsetzung digitaler Prozesse. Eine übergreifende Standardisierung über alle an der Kunststoffverarbeitung beteiligten Branchen ist hier zwingend notwendig.
Welche konkreten Erkenntnisse aus Produktionsdaten unterstützen Wirtschaftlichkeit und Effizienz in der Kunststoffverarbeitung am meisten?
Die Digitalisierung bietet die Chance das Große und Ganze zu strukturieren und zu ordnen, also Daten greifbar zu machen, wenn wir Menschen dazu kognitiv nicht mehr in der Lage sind. Das ist notwendig, um komplexe, immer wiederkehrende aber auch sehr schnell ablaufende Prozesse detailliert zu erfassen – oder auch um zu Prozesse zu simulieren. Die Digitalisierung in der Produktion bietet also Freiräume für die Kreativität des Menschen und ermöglicht es ihm zudem gefahrlos an Grenzen zu gehen und verschiedene Szenarien durchzuspielen. Das ist großartig!

Eva Söhnlein, Geschäftsführerin, Geiger Gruppe
Sein Teaser:
Was reizt Sie am Podium mit Wissenschaftlern, Recyclingtechnikern und Kunststoffverarbeitern?
Die Fakuma als hochgeschätzte „Arbeitsmesse“ bietet das perfekte Forum, um das Schlüsselthema Digitalisierung mit Experten unterschiedlicher Bereiche intensiv und praxisnah zu diskutieren. Hier können wir übergreifend alle Aspekte beleuchten, Erfahrungen austauschen, Kompetenzen bündeln, Impulse erzeugen und neue Ideen gewinnen.
Was ist für Sie das größte ungenutzte Potenzial der Digitalisierung für Kunststoffverarbeiter?
Kunststoffverarbeiter können mit digital vernetzten Maschinen und Anlagen wertvolle Zeit und bares Geld sparen – indem sie z.B. „smarte“ Steuerungsfunktionen, Cloud-Anwendungen und KI-Tools nutzen. Im Hinblick auf den Fachkräftemangel und immer komplexere Anwendungen ermöglichen diese ein einfaches und sicheres Bedienen der Anlagen und eine hohe Prozessstabilität, z.B. bei der Rezyklatverarbeitung. Wichtig ist nicht, möglichst viele Daten zu sammeln, sondern genau diejenigen, die den eigenen Spritzgießbetrieb effizienter und damit nachhaltig erfolgreich und zukunftsfähig machen.

Michael Weigelt, Geschäftsführer, TecPart – Verband Technische Kunststoff-Produkte e.V.
Sein Teaser:
Was reizt Sie am Podium mit Wissenschaftlern, Recyclingtechnikern und Kunststoffverarbeitern?
Die Fakuma als hochgeschätzte „Arbeitsmesse“ bietet das perfekte Forum, um das Schlüsselthema Digitalisierung mit Experten unterschiedlicher Bereiche intensiv und praxisnah zu diskutieren. Hier können wir übergreifend alle Aspekte beleuchten, Erfahrungen austauschen, Kompetenzen bündeln, Impulse erzeugen und neue Ideen gewinnen.
Was ist für Sie das größte ungenutzte Potenzial der Digitalisierung für Kunststoffverarbeiter?
Kunststoffverarbeiter können mit digital vernetzten Maschinen und Anlagen wertvolle Zeit und bares Geld sparen – indem sie z.B. „smarte“ Steuerungsfunktionen, Cloud-Anwendungen und KI-Tools nutzen. Im Hinblick auf den Fachkräftemangel und immer komplexere Anwendungen ermöglichen diese ein einfaches und sicheres Bedienen der Anlagen und eine hohe Prozessstabilität, z.B. bei der Rezyklatverarbeitung. Wichtig ist nicht, möglichst viele Daten zu sammeln, sondern genau diejenigen, die den eigenen Spritzgießbetrieb effizienter und damit nachhaltig erfolgreich und zukunftsfähig machen.


